Das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz schreibt bundesweit eine Pflicht zur Verwendung von erneuerbaren Energien beim Neubau von Gebäuden vor und gilt für alle Neubauten mit einer Nutzfläche von mehr als 50 m².

Jeder Gebäudeeigentümer muss  anteilig erneuerbare Energien nutzen. Diese Mindestanteile richten sich nach der eingesetzten Energiequelle:

  • solare Strahlungsenergie 15%
  • Solarkollektorfläche bei Einfamilienhäusern 0,04 m²
  • Geothermie 50%
  • Umweltwärme 50%
  • feste Biomasse 50%
  • gasförmige Biomasse 30%
  • flüssige Biomasse (Bioöl) 50%

Ersatzmaßnahmen
Die Nutzungspflicht der Wärme/Kälte aus erneuerbaren Energien kann auch durch Ersatzmaßnahmen erfüllt werden:

  • Abwärme zu 50% (z.B. aus Abluft oder Abwasser)
  • Wärme aus hocheffizienten Wärme-Kraft-Kopplungs-Anlagen zu mindestens 50%
  • Dämmmaßnahmen, um mehr als 15% als nach den jeweils gültigen Anforderungen der EnEV
  • Anschluss an Wärmenetze, die mindestens 50% der Wärme aus KWK-Anlagen beziehen

Quelle: Baunetz-Wissen